Gedanken zum WG-Feeling im Lehrerzimmer
Neulich saß ich während einer Freistunde im Lehrerzimmer, vertieft in Unterrichtsvorbereitungen für meine Sechstklässler, als mich eine Kollegin ansprach und darauf hinwies, dass ich für diese Woche zum Küchendienst eingeteilt war. Beflissen ließ ich mein Notebook stehen, trottete in die Küchenecke und begann damit, die Spülmaschine auszuräumen.
Ich hätte in der Zeit auch meinen Unterricht gut vorbereiten können – aber hey, wozu gibt es das Schulbuch?
Früher übernahm eine bezahlte Reinigungskraft die Pflege der Küche, damit die Lehrkräfte unserer Institution sich auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren konnten – aber das war wohl zu teuer.
Man kann argumentieren, dass es nur recht und billig ist, wenn die Lehrkräfte die nur von ihnen genutzte Küche auch selbst in Schuss halten, wenn auch meines Wissens dies in der freien Wirtschaft so eher nicht gehandhabt wird. Im Bildungswesen gelten aufgrund der knappen finanziellen Mittel andere Maßstäbe. Wobei mir da noch ein prima Einspar-Vorschlag in den Sinn kommt: Die Lehrertoiletten werden doch auch nur von den Lehrern verwendet…